Alle meine Entchen (fünf an der Zahl)

Alle meine Entchen - (vielleicht werden es mal mehr......)

Alle meine Entchen – (vielleicht werden es mal mehr……),,

 

Alle meine Entchen

schwimmen auf dem See.

Köpfchen in das Wasser,

Schwänzchen in die Höh!“

 

(Meine Güte! Das hat ja gedauert, bis ich

endlich mal habe die Enten schwimmen lassen können.

Da bekommen sie noch Ermüdungserscheinungen

und ab ins Dickicht!)

 

 

 

 

 

 

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Der Biber

Das Wasser ist nun mal sein Element.
Und wer den fleiß‘gen Biber kennt,
der weiß es längst: der baut und baut
bis sich im Fluß das Wasser staut.

Er schenkte seiner Frau Ottilie
zur Hochzeit eine Wasserlilie.
Und lebenslang man sich die Treue hält.
Das gibt‘s nicht oft in dieser Welt.

Und als drei Kinder sie bekamen,
erhielten sie sehr schöne Namen.
Denn er und seine Frau Ottilie
halten viel von der „Familie“.

Die Biberburg hat viel Komfort,
denn an dem heimeligen Ort,
da leben Biber‘s und die Kinderschar
von diesem und vom letzten Jahr.

Die Wasserpflanzen frißt er gerne.
Da muß er nicht gleich in die Ferne,
um sich sein Futter erst zu suchen.
Wir, zum Beispiel, essen Kuchen,

der Biber aber Rinde von den Bäumen.
Davon würden wir ja nicht mal träumen.
Der „Meister Bockert“ hört man Leute sagen,
sollte man sie nach dem Biber fragen:

„Na klar, das wissen wir ja längst, nich wa:
der hat doch noch Verwandte fern in Kanada.“

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Beim Arzt

Beim Arzt steht ein Aquarium
in seinem Wartezimmrer rum.
Es ist sehr still. Man hält die Klappe
und blättert in der Lesemappe.

Voll Ungeduld, wer Schmerzen hat,
greift gleich nach dem Gesundheitsblatt.
Die meisten Leute blicken stumm
und leicht genervt um sich herum

und zählen:“vor mir sind noch Drei.
Naja, die Zeit geht auch vorbei.“
Ich muß noch warten. Das ist blöd.
Dann ist‘s danach schon wieder spät

und ich kann heute nichts besorgen.
Dann eben nicht, dann mach ich‘s morgen.
Nun schaue ich gelangweilt ins Aquarium,
da schwimmen ja ne ganze Menge Fische rumi

Ein Goldfisch schwimmt mit stolzer Miene,
denn ohne Gold wär‘ er ne lumpige Sardine.
Und die eleganten Schleierschwänze
tanzen schöne bunte Schleiertänze.

An den Pflanzen in der Ecke
klebt ‘ne kleine schwarze Schnecke.
Und in einer anderen Nische
tummeln sich die Neonfische.

Guppys flitzen, und die Schnecke
macht sich auf den Weg, die Ecke
will sie näher nun erkunden.
Na, das dauert sicher Stunden.

Komm‘ jetzt endlich dran. Ach ja,
weshalb bin ich denn nun da?

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Die gute alte Zeit

Ach, die gute alte Zeit ist für immer wohl vorbei.
Beschaulichkeit, das ist ein Fremdwort nun geworden.
Die großen Städte platzen sämtlich aus den Nähten,
egal ob Osten, Westen, Süden oder Norden.

Eilig hatte man es früher auch. Eile, aber keine Hast.
Und gern genoß man seinen Abend dann gemütlich.
Am warmen Kachelofen sitzen, träumen, lesen, reden.
Und draußen war die Welt ganz still und friedlich.

Verzaubert die Idylle. Jedoch erscheint sie nur so traut.
In vielen kalten, ungeheizten Zimmern, Hunger leidend,
verzagt und frierend, arm und krank und hoffnungslos
sind viel zu viele. Und jeglichen Kontakt vermeidend

mit diesen Menschen, die in der Romantik hausen,
die täglich kämpfen müssen um zu überleben,
gab es genauso auch die vielen Wohlstandsbürger,
die Mitleid heucheln aber ungern etwas geben.

Vielleicht ist heute nicht mehr alles so romantisch.
und schneller auch bewegt man sich von A nach B,
aber niemand muß in unseren Zeiten wirklich frieren,
man kocht mit Gas und macht sich heißen Tee.

Verzweiflung hauste dort in vielen kleinen Stuben,
die Hoffnungslosigkeit war fast nicht zu besiegen.
Was nützt die Poesie, was nützt auch die Romantik.
Ohne Geld sind Brot und Kohlen nicht zu kriegen.

Die gute alte Zeit ist oft in der Verklärung gut.
Doch gut ist sie wahrscheinlich nie gewesen.
Sie war nur anders, und so weit bereits entfernt,
nicht selbst erlebt, nur noch davon gelesen.

Romantik ist sehr schön und sie umhüllt, verklärt.
Doch ist man Realist, darf einfach nicht vergessen:
wichtig ist ein warmer Mantel und ein geheiztes Zimmer.
Und vor allen Dingen, immer ausreichend zu essen,

Es gibt mitunter eine Folge vieler schöner Jahre,
und danach kommen eine Menge ziemlich miese.
Wie man es nennt: halt von der Wiege bis zur Bahre.
Alles hat so seine Zeit. Und unsere Zeit ist nun mal diese.

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