Der Rabe (die Raben)

Der Rabe ist besonders schlau,
weiß man von Alters her genau.
Mitunter kann er Sätze sprechen.
Das könnte sich vielleicht mal rächen.

Wer weiß, was der so sagen kann,
und irgend jemand hört es dann.
Es gibt unzählige Geschichten,
die uns von Raben was berichten.

Sie lernen schnell, sind wirklich klug.
Beweise dafür gibt‘s bereits genug.
In der Großstadt sind sie längst zuhaus
und kennen sich da bestens aus.

Ich habe es schon öfter selbst geseh‘n:
so bleiben sie bei roter Ampel ruhig steh‘n,
bei Grün geh‘n sie zu Fuß über den Zebrastreifen.
Das kann oft nicht mal ‘n Fußgänger begreifen.

Manchmal denk ich: Na, du alter Rabe?
Ich bin erfreut, daß ich dich wieder mal gesehen habe…

(Das mit der Ampel stimmt, ich konnte es mehrmals beobachten.
Aber wahrscheinlich achtet er ja nicht auf die Ampel, sondern orientiert sich an den Passanten. Und die g e h e n über den Zebrastreifen oder jedenfalls an Übergängen über den Damm)

* * *
Ach, wie ist es schön zuhause
mit ‘ner kleinen Kaffeepause.
Fertig ist‘s noch lange nicht,
das neueste Kaffeegedicht.

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Gedichte, Geschichten, Humor, Kurzgeschichten, Lyrik, Prosa, Unterhaltung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Der Rabe (die Raben)

  1. finbarsgift schreibt:

    Sehr liebenswert, dieses Raben-Poem 🙂

    Liebe Morgengrüße vom Lu

    • hildegardlewi schreibt:

      Inzwischen bin ich zur Raben-Oma mutiert. Hier gibt es sehr viele. Oft fotografiere ich sie. Seit einiger Zeit meiden sie beinahe die großen Kreuzungen (trotz Ampelschaltung, die wechselt ziemlich schnell), sondern schauen rechts und links, um festzustellen,ob sich ein Fahrzeug naht, und wenn nicht, scharwenzeln sie im wahrsten Sinne des Wortes über die breitesten Straßen. Ich fotografiere… Einer hat sogar erst mal in einer Pfütze auf dem Parkplatz gebadet, bevor er seine Freundin besuchte. Wir haben hier Amseln, Drosseln, Krähen, Raben – manchmal muß ich überlegen: welcher ist denn nu welcher? LG. Die Sonne scheint und sendet sogar warme Strahlen. Unglaublich!!!

      Hoffentlich bleibt es nun mal ein paar Tage hintereinander ein bißchen frühlingshaft. Die Forsythien sagen noch keinen Mucks. Muß ich nachher mal kontrollieren! Ich wünsche Dir auch einen schönen Frühlingstag. Hildegard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s