Die Blätter

Donnerwetter, Donnerwetter,
viele Bäume haben Blätter:
es gibt auch welche dann und wann,
da sind keine Blätter dran.

Manchmal gibt es Regenwetter.
Hat ein Baum dann große Blätter,
stellt man sich drunter, das macht Spaß,
und man wird kein bißchen naß..

Im Walde stehen viele Bäume,
doch da gibt es Zwischenräume,
wo Beeren und auch Pilze wachsen;
Kommt in Bayern vor und Sachsen.

Sind Blätter an den Bäumen ist’s ein Blätterwald,
die Blätter fallen ab, im Winter ist es kalt,
im Sommer ist es warm, da sind sie wieder dran,
jeder Baum trägt so viel Blätter wie er kann.

Sind viele Blätter an dem Baume, nennt man’s Laub,
und fallen die Blätter runter, werden sie zu Staub.
Im Laubwald fallen deshalb auch besonders viele Blätter,
sie fallen im Herbst herunter oder auch bei Regenwetter.

Ja, wenn es runterfällt, das herbstlich welke Laub,
dann wird es selbstverständlich irgendwann zu Staub.
Doch wenn’s andauernd regnet! Tja, das ist kein Quatsch,
dann werden all die Blätter ekelhafter dicker Matsch!

Man spricht davon, daß sich das Blatt nun wendet,
wenn etwas neu beginnt und etwas Altes endet.
Den Blättern ist das aber ganz egal, sie sind am Baume,
und drehen und wenden sich nach Lust und Laune

Im Herbst sind meistens schon von allen
Bäumen die Blätter restlos abgefallen.
Aber manche Bäume wehren sich dagegen noch.
Na, sollen sie. Runter fallen die Blätter doch.

Im Winter sind die Bäume blattlos, kahl,
doch wissen sie genau, daß jedes Mal
im Frühling üppig Knospen sprießen,
und warme Regentropfen sie begießen.

Bald fertig ist dann auch ihr neues Blätterkleid..
Das muß solange halten bis erneut die Zeit
sich naht, wo sie sich voneinander trennen.
Das läßt sie kalt, weil sie’s nicht anders kennen.

Donnerwetter, Donnerwetter,
jeder Baum hat andre Blätter,
manchmal große, manchmal kleine,
manchmal grobe, manchmal feine.

Schön anzusehen ist ein Baum mit Blättern,
wo kleine Käfer munter rauf und runter klettern.
Die Bäume steh’n im Wald und auf der Flur.
Die meisten Bäume sind sehr heiter, aber nur

die Weide ist nicht glücklich mit Ihrem Blätterkleide.
Sie steht am Teiche maulend rum, die Trauerweide.
Da stehen manchmal auch noch hohe Päppeln,
die die Trauerweide gerne mal veräppeln.

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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