Wenn, wenn, wenn…….

Wenn die Nacht hernieder sinkt
und am Himmel Sternlein blinken,
wenn an regennassen Tagen
Pfützen spritzen, Gullys stinken,
wenn die Sonne unerbittlich
brütend heiß auf’s Pflaster knallt,

wenn der Sturmwind ganz unsäglich
schädigt Baumbestand im Wald,
wenn es schneit, wenn Nebel fallen,
wenn Wasser über’s Ufer tritt:
alle diese Vorkommnisse
kriegt eine Person nicht mit!

Die zu Haus in ihrem Zimmer
oft in einer langen Nacht
stillvergnügt bei einem Kaffee
und Musike Verse macht.
Im Vertrauen darauf bauend,
daß es Leute gibt, die’s lesen,

und wenn nicht, dann ist es trotzdem
doch ein großer Spaß gewesen.
Wem zugedacht dann das Ergebnis
dieser produktiven Stunden.
ist ja die Erkenntnis wert:
EIN NEUES OPFER IST GEFUNDEN.

LEWI

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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