Bildungsreisen

Schnell noch eine Currywurst und `ne Cola gegen Durst - und dann ab nachhause

Schnell noch eine Currywurst und `ne Cola gegen Durst – und dann ab nachhause

Kommen die Leute nach Berlin,
um sich die HAUPTSTADT anzuseh‘n,
sieht man sie durch die Straßen zieh‘n
und an den Würstchenbuden steh‘n.
Man geht durch‘s BRANDENBURGER TOR
und promeniert UNTER DEN LINDEN
und ruft, verhungert fast, im Chor:
„Wo ist die Currywurst zu finden?“

Und ist recht bald ein Stand in Sicht,
dann sind begeistert alle Leute;
denn hier gibt es das Leibgericht.
Verfressen stürmt die ganze Meute
herbei und möchte auf der Stelle
mit Pommes, Catchup und mit Mayo
ne Wurst, mal mir mal ohne Pellel
Am besten schmeckt sie hier bei Hajo!

Besichtigt wird der HAUPTBAHNHOF
und auch noch weit‘re Attraktionen.
Manchem gefällt‘s, und manchem nicht.
Die Wege sich für ihn kaum lohnen,
kommt alle hundert Meter er nicht dann
vor Müdigkeit, vor Hunger und vor Durst
an einem Orte der Verheißung an.
Wanderer, mach Rast. Hier gibt es Currywurst!“

ROTES RATGAUS und MUSEEN,
FUNKTURM, REICHSTAG, GRUNEWALD
könnt‘ man sich ja noch besehen.
Doch entsteht die Frage bald:
um zu löschen seinen Durst
einkehr‘n kann man überall.
Doch gibt‘s da auch Currywurst?
(Ja meistens) Nicht in jedem Fall.

Einmal geschaut vom FERNSEHTURM
von oben runter auf die große Stadt.
Da sieht ein Mensch so klein aus wie ein Wurm.
(Oh jeh.) Wie viele Würmer sie wohl hat?
Nun muß man aber wieder bald nachhause.
Die Zeit verging so unbemerkt doch auf die Schnelle
Man aß die meiste Zeit davon, fast ohne Pause
na Currywurst. Mal mit, mal ohne Pelle.

Nicht allzu viel gesehen – muß Ansichtskarten kaufen.
Muß den Daheimgebliebenen doch etwas erzählen.
Schnell noch mal durch die Bahnhofshalle laufen
um paar Motive, interessante, auszuwählen.
Dann nimmt man Abschied von Berlin, ab geht‘s nachhaus.
Man zählt noch schnell das allerletzte Geld.
Na ratet mal, wofür gibt man es wohl noch aus?
Ja! Für das Einzigartigste auf dieser Welt.
Erst noch die allerletzte Currywurst
und eine Cola gegen Durst.

(Na Mahlzeit!)

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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