Purer Leichtsinn

Ein Forscher schlief in tiefem Traume
unter einem Palmenbaume.
Er träumte von der Esmeralda,
die haargenau ja auch sein Fall war.
Er schnarchte leise vor sich hin:
sie ging ihm nicht mehr raus aus dem Sinn.

Die Affenmutter witzelte,
und mit ‘nem Wedel kitzelt‘ se
den Forscher öfter an der Nase.
Der schubst se weg und denkt: das war‘se,
‘Smeralda mit dem schwarzen Zopf
auf ihrem wohlgeformten Kopf.

Das Affenkind spielt mit den Nüssen,
die man ja bald wird ernten müssen.
Die Mutter ruft:“Komm runter Kind.
Erst wenn sie reif geworden sind,
dann werden wir sie uns stibitzen.
So unreif können sie nichts nützen.“

Jedoch der Fips, der Lausebengel,
dreht eine ab von ihrem Stengel,
bevor er von der Palme klettert,
weil seine Mama schließlich wettert.
Der Forscher ist erwacht und traut
nun seinen Augen nicht: geklaut

ist allgemein nun zum Verdruss
dort oben eine Kokosnuss.
Er greift sich an die Stirn und spricht:
„Runtergefallen ist sie nicht.
Ich konnte ja im Schlaf nur hoffen,
sie hätte mich dann nicht getroffen.“

Gefahrvoll in der Fremde eben
ist ja so ein Forscherleben.
Man ruht sich aus. Und „Peng“ im Traume
fällt ‘ne Kokosnuss vom Baume.
Mit Esmeralda‘n ist‘s natürlich Schluss,
was man ja vorher auch bedenken muss!“

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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