Die Spree

Ganz traurig fließt die Spree dahin,
denn sie muß in die Havel rin.
Den Weg, der vorgeschrieben war,
den floß sie also Jahr um Jahr.
Sie floß und floß und murrte nicht,
denn schließlich war es ihre Pflicht.

Sie hatte einen langen Weg genommen,
und endlich ist sie bei uns angekommen.
Da floß sie glücklich leise vor sich hin,
denn rechts und links von ihr, da liegt Berlin.
Bis Spandau noch, die Havel ist bereit.
Gleich isse da, die Spree. Noch kurze Zeit,

dann sind sie Eins und lassen sich nun treiben.
Habt keine Angst. Denn die Berliner
werden ewig euch erhalten bleiben.

Mancher hat sein Fahrrad schon genommen
und ist mal kurz bei dir vorbeigekommen.

3.Oktober 2012/LEWI

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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