Sommerlied

Hoch in die Lüfte steigt die Lerche
und jubiliert aus voller Brust.
Dem Himmel stürmt sie froh entgegen.
Ihr Lied verbreitet Lebenslust.

Die Sängerin ist so bescheiden,
so unscheinbar, fast wie ein Spatz.
Ihr Kleid ist keine Sonntagsrobe;
die Stimme ist ihr größter Schatz.

Ein Sommertag mit blauem Himmel
und Kornfeldern, bewegt vom Wind.
Aus tausend Kehlen hört man‘s jubilieren
von droben, wo die Lerchen sind.

Man sehnt sich noch nach dem Gesang
aus längst vergangenen Sommertagen.
Es wird nun eine ganze Weile dauern,
bis Jubel sie erneut zum Himmel tragen.

Ich schau mich um. Es gibt viel Trubel
Auch Heiterkeit. Die Leute applaudieren.
Doch niemand ist mir aufgefallen,
der Grund gehabt hat, laut zu jubilieren.

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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