Oh Susanna, das haste nu davon…..

Mit der Condor nach Havanna
flog der Jan, jedoch Susanna
war bereits seit ein paar Stunden
längst mit Artur schon verschwunden.

An der Hotelbar saß Irene.
Verzückt starrt er auf ihre Mähne.
Auch auf den Busen und die Taille.
Und ihre Haut, glatt wie Emaille.

Sein Jagdinstinkt ist längst erwacht.
„Was halten Sie von einer Nacht
ganz dicht am Meer bei Mondenschein?“
„Och ja, könnt schon romantisch sein.

doch träum ich längst, oh Dio mio,
von einer Mondscheinnacht in Rio.!“
„Na, das wird doch zu machen sein.
Ich lade Sie recht herzlich ein.

Das täte uns wohl beiden gut.
Dann fliegen wir zum Zuckerhut,
zum Strand von Rio de Janeiro.
Ich kauf‘ mir extra ‘nen Sombrero.“

Irene blickt nun interessiert.
(Dich hab ich eins, zwei, drei verführt)
„Ach ja, ich sage da nicht nein.
Es könnte doch ganz reizend sein.“

Schnell gefaßt war der Entchluß,
besiegelt mit nem Freundschafskuss.
Man kaufte noch paar Utensilien
und flog zu zweit nun nach Brasilien.

Jetzt dachte Jan ganz ungerührt.
„dich hab ich eins zwei drei verführt
bei Nacht im Mondenschein am Strand.“
Nur leider liegt da so viel Sand.

Nachdem man endlich angekommen,
im „Residenzia“eine Suite genommen,
(ein Kavalier läßt sich nicht lumpen.
Notfalls muß man sich was pumpen.)

saß man beim kühlen Drink im Garten
und auf die Dinge die da kommen, warten.
Die Dinge kamen aber anders als gedacht.
Das Schicksal hatte Schabernack gemacht.

Der Jan erbleichte, denn dort saß Susanna,
mit der er Ferien machen wollte in Havanna.
Irene blickte leicht verstört den Artur an.
„Dann neh‘m ich. Ach, Mann ist Mann.

Der Zufall hatte es so arrangiert.
Bisher war ja noch nichts passiert.
In Rio gibt‘s die wunderbarsten Frauen.
Da haben Männer immer was zu schauen.

Susanna nimmt enttäuscht den Jan zurück,
Irene hofft im Stillen auf das Liebesglück,
doch Artur sah schon längst nach Carmen,
und sehnte sich danach sie zu umarmen.

Ein reicher Playboy flirtet heftig mit Irene.
Ein Glück, nun ist sie nicht mehr so alleene.
Vielleicht könnt‘ sie ihn eines Tags beerben.
(Er muß ja nich gleich übermorgen sterben.)

Der Artur sagt zu Jan “Ich würd‘ gern segeln“
Jan meint:“Ich würde gern mal surfen. Oder kegeln.“
Die Damen würden lieber etwas bummeln.“
(Manchmal muß man eben etwas schummeln)
Ach, in Rio ist‘s sehr heiß,
was man aber vorher weiß.

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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