Von jedem etwas

Ansichten – Einsichten / Kenntnisse – Erkenntnisse

Literatur

Metamorphose der Tiere, 1965:
Ochsen, die sich für heilige Kühe hielten,
wurden zu Stieren, als ein Frosch sie Pinscher nannte.
+
Bedenklich bleibt immer, daß die Lyra ursprünglich nichts
weiter war als ein Rindviehschädel, zwischen dessen
Hörner Hermes vier Seiten spannte.
+
„Besonders geglückt in dem neuen Stück des Autors
sind die Banditen“ schrieb der Rezensent. „Selbst was
sie sprachen, war gestohlen.“
+
Ein junger irischer Schriftsteller ahmte Shaw nach.
Dem Dichter wurde geraten, dem Initiator Einhalt
zu gebieten. Er lehnte ab: „Soll ich einem Krüppel
die Krücken wegnehmen?“
+

Drama – Theater- Schauspieler

Bernard Shaw, als ihm berichtet wurde, ein zeitgenössischer
Dramatiker sei neuerdings mit einer attraktiven Schauspielerin
befreundet: „Unmöglich! Bei dem schläft nur das Publikum..“
+
Der Schriftsteller Ludwig Fulda behauptete: „ Um in Berlin als
Dramatiker Erfolg zu haben, muß man tot sein oder pervers
oder Ausländer. Am besten ist man ein toter, perverser Ausländer.
+
„Wallensteins Tod“ im Dresdner Schauspielhaus. Fünfter Akt,
elfte Szene. Der Leichnam wird, in einen roten Teppich gehüllt,
über die Bühne getragen. Ergrifenes Schweigen im Zuschauerraum.
Halblaute Stimme auf der Galerie:
„Ibriechens, Lehmann‘s zieh‘n morch‘n um.“
+
Engel, der langjährige Direktor des Kroll‘schen Etablissments,
spielte Richard III und rief: „Ein Pferd! Ein Pferd! Ein Königreich
für ein Pferd!“ „Kann ‘s nich ooch `n Ochse sein?“ fragte es
von der Stehgalerie.
„Freilich!“ erwiderte Engel. „Komm runter!“
+

Bücher

Inserat: „Umfangreiche humoristische Bibliothek wegen
Heirat zu verkaufen.“
+
Eine Zeitschrift hatte einen Preis für die beste Kurzgeschichte
ausgesetzt. Bedingung: große Welt, erotische Atmosphäre
und religiöser Hintergrund. Der Sieger schrieb;:
„Eminenz, hauchte die Gräfin, bitte nehmen sie die Hand
+aus meinem Dekolleté!“
+
Auskunft eines Primaners zum Aufsatzthema „Bücher, die mir
geholfen haben: „Das Kochbuch meiner Mutter und das
Scheckbuch meines Vaters.“

Gute Unterhaltung

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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2 Antworten zu Von jedem etwas

  1. gkazakou schreibt:

    … das mit Hermes und der Lyra stimmt nicht. Es handelte sich um den Panzer einer Schildkröte, die Hermes tötete, um die Lyra zu bauen. Für den Bogen benutzte er Därme vom Stier – den er Apoll geklaut hatte und schlachtete. Ein unbehaglicher Beginn der Musik allemal.

    • hildegardlewi schreibt:

      Vielen Dank für die Berichtigung. Ich habe es ja nicht nachgeprüft, ob diese Behauptung auch wirklich stimmt. Es ist wohl mit vielen Dingen so – unzählige Befugte oder Unbefugte, besser gesagt vermeintliche Koryphäen äußern sichj, aber wer nun am nächsten an der Amntwort ist, kann man wohl nur in seltenen Fällen wirklichj herausfinden. Da ist es wohl egal, um wie
      viele Jahrhunderte oder Jahrtausende man da nach der Wirklichkeit fahndet. Vielleicht gibt es ja auch mehrere Tatsachen. Aber interessant ist es allemal, oder?

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