Im Regenwald ( 2 ) Habermann und Leberecht

Im Regenwalde haust ein Tier,
das kommt gelegentlich herfür.
Doch meistens läßt er dieses sein,
denn es lebt gern für sich allein.
Es hat sich stets sehr gut versteckt
und wurde drum erst spät entdeckt.
Denn damals so um Neunzehnhundertzwei,
da kamen ein paar Habermänner mal vorbei.
Sie taten sich dem Regenwalde nähern,
ein Forscherteam von weißen Europäern.

Das Tier war scheu, jedoch war es nicht dumm
und führte sie gelegentlich gern an der Nase rum.
So kommt es, daß so mancher Forschersmann
es deshalb absolut nicht leicht erforschen kann.
All dieses ging dem Leberecht nun durch den Sinn,
und er beschloß: “Da fahr‘ ich jetzt mal hin!“
Auch Habermann es heftig in den Kongo zog
und hoffte, daß die Ahnung ihn nun nicht betrog,
er könne dort ein selten scheues Tier entdecken.
Vor ihm bauchte es sich doch nicht zu verstecken.

Na, meistens kommt es anders als gedacht;
der Habermann hat einen Stadtbummel gemacht
Er besah sich interessiert die Stadt Kinshasa,
und weil er ja immerhin nun einmal da wa,
besah er sich die Universität und die Museen
und dachte: „Könnte man ja rein mal gehen!“
Da konnte er nun prähistorisches betrachten;
am liebsten würd‘ er dort gleich übernachten,
denn was man da zu seh‘n bekam, das war spektakulös
und machte einen außerdem im Handumdrehn nervös.

In einer Wandelhalle stand eine bequeme Bank,
auf die er müde und erschöpft herniedersank.
Und schwungvoll durch die Pendeltür erscheint
der Leberecht.(Das Schicksal hat sie heimtückisch vereint.)
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Und es ist ja bereits auch später schon als Zehn.
da wird die Dichterin nun erstmal schlafen gehn.
Und morgen wird sodann, Ihr Lieben,
die Geschichte fortgeschriebeni

Gut‘s Nächtle

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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