Wenn

,Ja, hätte mir von Anbeginn
so manches nicht gefehlt,
und hätt‘ ich nur mit anderm Sinn
den andern Weg gewählt,
und hätt‘ ich auf dem rechten Pfad
die rechte Hilf‘ empfahn
und so statt dessen, was ich tat,
das Gegenteil getan,
und hätt‘ ich vieles nicht gewußt
auf höheres Geheiß
und nur die Hälft‘ vorher gewußt,
von dem, was ich heut weiß,
und hätt‘ ich ernstlich nur gewollt,
ja, wollt ich nur noch jetzt,
und wäre mir das Glück so hold
wie manchem, der‘s nicht schätzt,
und hätt‘ ich zehnmal so viel Geld
und könnt‘, was ich nicht kann,
und käm noch einmal auf die Welt –
ja, dann!

(Ludwig Fulda)

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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