In einer sternenklaren Nacht…

IN EINER STERNENKLAREN NACHT,
(‘s war später jedenfalls als Acht,)

jedoch war‘s trocken, auch nicht kalt,
da schlichen welche durch den Wald.
Morsche Zweige unter ihren Füßen knackten,
daß sie vor Schreck sich in die Hosen …….!

Sie mußten hin und wieder sich verpusten
und vermieden es, zu niesen und zu husten.
Zur Stärkung tranken sie noch einen Schluck,
und: Aufi geht‘s mit einem kräftgen Ruck.

Auf einer Lichtung machten sie ermattet Halt.
Unheimlich war‘s um diese Zeit im Wald.
Und Friedhelm flüstert leise hin zu Michel:
„Der Mond hat nur ne winzig kleine Sichel“

Sie wollten hier nun allerhand entsorgen.
Rein ins Gebüsch! Wir sind ja weg bis morgen.
Waschmaschine, Autoreifen, Tiefkühltruhe,
Matratzen und den Kleinkram. Dann ist Ruhe.

Das machte Durst. Schnell aus der Pulle
‘nen tiefen Schluck, dazu ‘ne Käsestulle.
Dann nichts wie weg, und ohne Pause
den weiten Weg zurück. Jetzt ab nachhause.

Man traf unerwartet nun zu später Stunde
den Jäger mit Gewehr und großem Hunde.
„Nehmt den Müll, verschwindet, eins, zwei, drei.
Beeilt euch nur, sonst rufe ich die Polizei!“

Da gab‘s kein Bitten und kein Jammern.
An Ausreden sich etwa festzuklammern.
Gefährlich knurrt der Hund, der Jägersmann
legt vorsichtshalber schon die Flinte an.

Matt sind nun die Kerle nach paar Stunden
mit dem Krempel in der Nacht verschwunden.
An einem See, da hielten sie gleich wieder an.
„Hoppla, aufi geht‘s. Macht schnell. Na also dann…!“

Nun wollten sie verschwinden, froh gestimmt;
jedoch man weiß, daß es stets anders kimmt.
Der Motor hat nicht schnell genug gestartet.
Die Polizei hat auf die Burschen schon gewartet.

Glaubt es nur, so manches Abenteuer
wird am Ende meistens ganz schön teuer.

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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