Was hast du dir um Himmels Willen wieder ausgedacht (Designer)


„Was hast du dir um Himmels Willen wieder ausgedacht?
Ich komme kurz mal schnell vorbei. um nur zu sehen!
Nun sehe ich und möchte auch gleich wieder gehen.
Was ist denn das nun wieder für ein Schabernack, sag an!
Was hängen da denn nun für dicke Bommeln dran?
Ich glaub, ich darf dich nicht so oft alleine lassen.
Mitunter fehlen dir im Schrank wohl ein paar Tassen!“

„Ja ja“ sagt der Designer und zieht dazu auch ein Gesicht.
„Du kannst über alles meckern, aber besser kannst du’s nicht.
Mach doch mal n’ Vorschlag! Hast du ne Idee, ne gute, ja?
Na dann spuck’s aus, das wäre wirklich wunderbar.“
„Sei nicht eingeschnappt. Du klärst mich doch gleich auf.
Du wirst mich schon belatschern, ja, da schwör ich drauf.

Du wirst mir gleich erzählen, es hat alles seinen Sinn.
Dann fange mal schon an damit, weil ich wißbegierig bin.“
„Na gut, na gut; ich dachte, etwas nützen muß der Baum.“
„Die Früchte hängen aber hoch, rann kommt man da ja kaum!“
„Da muß man eben klettern, sind nur so um dreißig Meter.“
„Na, wenn das man gut geht. Da gibt es bestimmt Gezeter.“

„Die Affen schaffen das, da mache ich mir keine Sorgen.
Wenn nicht, dann müssen sie sich halt ne Leiter borgen.“
„Versuch doch mal, so eine Bommel einfach abzudrehen.
Denn allzu schwer darf das ja auch nicht wirklich gehen.“
„Na toll, jetzt hab’ ich sie! Ich lasse sie ganz einfach fallen.
Das macht ja Spaß, wenn sie so auf den Boden knallen!“

Nun knallt es eine Weile, bis nichts mehr zum Knallen da.
„Schade, schade – schon zu Ende. Das Spiel war wunderbar.
Die Blätter sehn auch putzig aus, sind ja so gefiedert.
Und der ganzer Baumstamm auch, alles aufgegliedert.
Was sagtest du vorhin? Die Bommeln, das sind Nüsse?
Wenn da eine runterfällt und man bekommt sie auf die Füße!

Wie wollen wir dies seltsame Gewächs denn nennen?
Ich will ja wenigstens noch seinen Namen kennen.
Ich muß bald los. Am liebsten würde ich jetzt eine qualmen
und noch ein bißchen träumen unter Kokospalmen.“
„Du schaust voraus, den Tabak hatten wir bisher noch nicht.
Der kommt schon noch, sei unbesorgt, denn lange dauert’s nicht“

Du hast es doch bereits gesagt: es ist die Kokospalme.
Die ist biegsam und robust wie von manchem Gras die Halme.
Was ich zu guter Letzt auch noch vergessen hatte:
Hat jemand keinen Stuhl dann sitzt er auf der Kokosmatte.“
„Gib her den Wisch, ich unterschreibe. Laß mich gehen.
Mir graut bereits vor unserem nächsten Wiedersehen!“

„Tschüss Boss, bis bald! Ich denke mir bis dann ……..

„………………………neiiiiiin………………….

L E W I

Berlin, den 3. September 2009

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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