Gesellschaftslied

Das kann schon nicht alles so bleiben
hier unter dem wechselnden Mond;
es blüht eine Zeit und verwelket,
was mit uns die Erde bewohnt.

Wir sitzen so fröhlich beisammen,
wir haben uns alle so lieb,
wir heitern einander das Leben.
Ach, wenn es doch immer so blieb.

Doch weil es nicht immer kann bleiben,
so haltet die Freude recht fest.
Wer weiß denn, wie bald uns zerstreuet
das Schicksal nach Ost und nach West.

Doch sind wir auch fern voneinander,
so bleiben die Herzen sich nah;
und alle, ja alle wird‘s freuen,
wenn einem was Gutes geschah!
Und kommen wir wieder zusammen
auf wechselnder Lebensbahn,
so knüpfen uns fröhliche Ende
den fröhlichen Anfang an.

(August von Kotzebue)

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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