König Sommer

Nun fallen leise die Blüten ab,
und die jungen Früchte schwellen.
Lächelnd steigt der Frühling ins Grab
und tritt dem Sommer die Herrschaft ab,
dem starken, braunen Gesellen.

König Sommer bereist sein Land
bis an die fernsten Grenzen,
die Ähren küssen ihm das Gewand,,
er segnet sie alle mit reicher Hand,
wie stolz sie nun stehen und glänzen.

Es ist eine Pracht unser‘m neuen Herrn,
ein sattes Genügen, Genießen,
und jedes fühlt sich im innersten Kern
so reich und tüchtig. Der Tod ist so fern,
und des Lebens Quellen fließen.

König Sommer auf seinem Roß
hält auf der Mittagsheide,
Müdigkeit ihn überfloß,
er träumt von einem weißen Schloß
und einem König im weißen Kleide.

(Gustav Falke)

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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