Nun ist er also da, der Sommer (Alles Lüge)

der Sonnenschein, auf den man so gewartet.
Nun ist der Sommer gleich mit Bravour gestartet.
Man wartet voller Ungeduld auf etwas Regen,
in dieser Hitze möcht’ man ungern sich bewegen.
Denn eigentlich hat man es gleich gewußt:
der schönste Monat ist nun mal August.
(Es gingen Jahre allerdings auch schon vorbei,
da war am schönsten es im Monat Mai)!

Da gab es doch schon mal vor ein paar Jahren
so einen Sommer, wo wir an die See gefahren?
Das war im Juli, alle Tage Sonnenschein und Wind.
Das ist ein Sommer! Wie man ihn eben nur im Juli find’.
Es ist mitunter alles durcheinander schon gekommen,;
der Sommer hat sich Eigenmächtigkeiten rausgenommen,
und tauchte selbstverständlich auf bereits im Februar.
Was ja wirklich nun ein kolossaler Irrtum war.

Da gab es doch mal einen traumhaften September?
Blauer Himmel, weiße Wolken, Sonne – I remember,
man denkt noch heut’ daran mit leisem Lächeln.
Nun ist’s August. Man muß sich Kühlung fächeln.
Der Sommer kommt, wie jedes Jahr, so wie es ihm gefällt,
und auch der Winter, wenn er will, und nicht, wenn er bestellt.
Der Frühling kommt auf jeden Fall, er muß ja alles vorbereiten,
da ist er schon verpflichtet, sich zu halten an die Zeiten.

Der Herbst gibt sich die größte Mühe, bunt und schön
die Natur vorzubereiten; sie muß ja bald nun schlafen gehen.
Dann jammern wir im Winter: ach es regnet, schneit, ist kalt –
wird’s endlich Frühling, kommt der Sommer bald….?
Dann jammern wir im Sommer: ach, es ist drückend heiß und schwül,
kann es nicht mal bißchen regnen, wird’s nicht endlich etwas kühl?
So wird es jedenfalls auch immer bleiben, ja ich wette.
nie wird das Wetter so, wie man’s gern hätte…..

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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