Mal so, mal so

Es kommt ja vor, und ziemlich oft,
daß so mancher unverhofft
kommt im Leben auf den Hund.
Mal mit und manchmal ohne Grund.

Da muß man kämpfen, muß sich rühren,
da darf man niemals resignieren.
Man fragt sich öfter ganz beklommen:
Wie ist es nur so weit gekommen.

Man ist ganz unten, weiß nicht wie.
Verzweifelt denkt man: sicher nie
werde ich dahinter kommen
Alle Kraft ist mir genommen.

Na, ich denk, ganz ohne Grund
kommt man wohl nicht auf den Hund.
Nur nicht verzweifeln sollt’ man dann,
fängt halt noch mal von vorne an.

Natürlich gibt es ja auch Leute,
die so bei sich denken: heute,
da schlägt meine große Stunde.
Ich halt mal Ausschau nach ’nem Hunde.

Ich will nicht solchen, wie ich hatte,
auch nicht so’ ne Zimmerratte.
Vielleicht nen schwarzen? Oder n’ weißen?
Er sollte aber auch nicht beißen.

Bloß keinen mit so’m Zottelfell,
das verkleistert viel zu schnell.
Zu groß soll er ja auch nicht sein,
sonst paßt er nicht ins Auto rein.

N’ Dackel wär’ mir viel zu flach.
so’n kleiner Pinscher ist zu schwach.
Der will auch nicht andauernd laufen.
Ich werde keinen Pinscher kaufen!

Nun vergehen viele Stunden,
bis der richt’ge Hund gefunden.
Egal die Rasse. Er ist niedlich,
guckt so lieb und ist ganz friedlich.

Schöne Ohren, blanke Augen
und paar Zähne die was taugen,
und sein Fell ist auch schön weich.
„Na warte mal, ich kauf dich gleich“

So ist’s also dann geschehen,
und man kann von dannen gehen,
kauft auch noch ein Körbchen ein,
denn da muß der Hund ja rein.

Das Hundemädchen Anny heißt
und sehr gern in Nasen beißt
die an Spielzeugwürsten dran.
Da gehör’n sie auch nicht ran.

Hund und Frauchen kann man sehen
nachmittags spazieren gehen,
auch am Vormittag mitunter,
denn der Hund muß öfter runter.

Man hat es sich (nicht) vorgenommen….
und ist zu dem (auf den) Hund gekommen……

(Für Sabrina)

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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