Der Kollege Enderlein

Der Herr Kollege Enderlein
kann ja ein rechtes Stinktier sein.
Der schwärzt schon gern mal Jemand an,
egal ob Lehrling, Frau ob Mann.
Man möchte den Kontakt vermeiden.
Niemand kann den Stinker leiden.

Ein Skunk, das ist ein echtes Stinketier,
(dassesso stinkt, dakannanich dafür.
Da machen ja die Amis wieder tolle Sachen,
und lassen sich von ihm den Vorgarten bewachen.

Da paßt er auf, der Kleine, der ist helle.
Also, abends und auch nachts ist er zur Stelle,
Er futtert schon was weg, Mäuse und Kröten,
Fische, Giftschlangen, oder Krebse töten.

Man hält den Stinker gerne sich als Wache.
Der paßt gut auf, das ist ja Ehrensache.
Hat ein Karnickel erst mal seinen Bau verlassen,
wird er natürlich gleich mal Wohnraum fassen.

Naht sich ein Feind, dann kann er was erleben.
Er haut ihn nicht, wird ihm auch keine kleben.
Vier Meter weit kann er mit seiner Drüse spritzen.
Ratsam ist es, allerschnellstens nun zu flitzen.

Es stinkt! Vergleichbar dem Geruch von
hochkonzentrierter Schwefelsäure,
verbunden mit Knoblauch

Doch der Kollege Enderlein,
der ist nur ein Charakterschwein.
Was hat ihn nur bewogen? Schade.
Na, er riecht nur nach Haarpomade.

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen ;D sagt ihr Sohn
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