Jahresanfang

Schon wieder mitten drin, nicht wahr,
schon leicht betagt, das Neue Jahr.
Man hat noch nicht mal nachgedacht,
da hat es schon mit uns gemacht
was es ja immer tat: uns hetzen.
Man würde sich ja lieber setzen.

Na gut. Wir müssen es ertragen
und ständig zu uns selber sagen:
„Sei fleißig und tu deine Pflicht!“
(Leise, vielleicht hört‘ man‘s nicht.)
Ach, könnt‘ man machen was man wollte
und nicht andauernd, was man sollte..

Und immer diese Ungewißheit, gelle?
Man kommt ja nicht mal von der Stelle.
Dreht sich im Kreise, nichts passiert.
Drum wird‘s halt noch einmal probiert.
Ergeben faltet man die Hände:
Ist nun endlich Wochenende?

Jaaaa. Schieb weg erst mal die Sorgen.
Keine Angst. Am Montag morgen
rufen fröhlich sie nach dir:

Gucke mal, wir sind schon hier……

Berlin, den 9. Januar 2011/LEWI

Über hildegardlewi

... ist 1934 in Berlin geboren und sozusagen „Geprüfte Berlinerin“. Vorkriegsjahre, Kriegsjahre, Blockade, Nachkriegsjahre, die Zeit der Mauer und die Zeit nach ihrem Fall. Lange Berufsjahre, drei Kinder, drei Enkelkinder, die Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen und schließlich die Wiedervereinigung, das sind viele ernste – und weniger ernste Geschichten. Manche Leute führen ein Tagebuch. Ihr Tagebuch sind Gedichte. Die ihr spontan aus dem Kopf über die Lippen purzeln und die sie dann schnell einfängt und aufschreibt. Nachdenkliche, sicher, die meisten aber sind zum Lachen. Wie sonst könnte man dies schrecklich schöne Leben aushalten? Viel Vergnügen
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